Projekte


Sengupta & Netzer

„THE CORAL OF LIFE“

Netzer & Sengupta

Die Musik von Wolfgang Netzer und Ranajit Sengupta ist die Vernetzung unterschiedlicher Kulturen. Hier gehen Ost und West, Sarod (indische Laute) und Oud (arabische Kurzhalslaute) oder 7/12 saitige Gitarren eine so tiefe Verbindung ein, dass sich die einzelnen Elemente kaum noch voneinander trennen lassen. Mal gibt der Osten den Ton an und der Westen erweitert ihn auf seine eigene Art. Mal führt die westliche Gitarre in diese ganz eigene Musik – und die Sarod gibt ihre Farbe und Tiefe.

Zartheit und Schwung, genauso wie Klarheit und Leichtigkeit laden ein, den Musikern in ihre Welt zu folgen. Dort finden sich musikalische Sehenswürdigkeiten, die durch Genauigkeit, fortwährende Tempiwechsel und immer wieder neue musikalische Einfälle bestechen und so ihre Klasse mehr als deutlich zeigen.

Jedes Stück ist ein eigener Klangkosmos. Weit entfernt von jedweder Gefühligkeit zeigen sich Spielwitz, Ernsthaftigkeit, große Improvisationskunst und die Professionalität der Musiker.

WOLFGANG NETZER, der Initiator des Projektes, zeigt in seinem Umgang mit Oud und Gitarren seine ganze Virtuosität, seine Liebe zu komplexen Rhythmen und seine Fähigkeit mit der Musik anderer Kulturen etwas völlig Neues zu schaffen.

RANAJIT SENGUPTA, Professor für Sarod in Indien, Dozent in Amerika und Europa, bringt die unglaubliche Klangvielfalt seiner Sarod, der indischen Laute mit Spiel,- und Resonanzsaiten, congenial in die Klangwelt ein und ergänzt komplementär diese musikalische Reise auf unnachahmliche Weise.

Aktuelle CD: The Coral Of Life

www.senguptaandnetzer.com


THE GOODALL PROJECT

 
 
 
 

WOLFGANG NETZER

7,12-strg. Guitars; Oud

neugierig in die Welt gereister Komponist und Musiker, auf ständiger Suche nach Verwandtheit im vermeintlich Fremden. Mit seinem Projekt BavaRio begründet er bereits 1989 eine bis dahin nie gehörte Musikrichtung in Süddeutschland, heute bekannt unter „Tradimix, Volxmusik“. Teils mehrjährige Aufenthalte in intensivster Zusammenarbeit mit Musikern in Rio de Janeiro, Tunis, Istanbul und Kalkutta. Daraus resultierende, zahlreiche CD Veröffentlichungen. Über 80 Filmmusiken zu Fernseh-/ Kinoproduktionen. (FH 9/11, Jane’s Journey).

GABRIELE MIRABASSI

Clarinet

gleichsam zu Hause in der klassischen Musik als auch dem Jazz. In den letzten Jahren entwickelte sich eine tiefgehende Verbundenheit zur brasilianischen Instrumentalmusik. Darüber hinaus bewegt er sich in heterogenen Kreisen als da sind Theater, Tanz, Poesie etc. Zusammenarbeit unter anderem mit: Richard Galliano, Enrico Rava, Enrico Pieranunzi, Mark Johnson, John Tylor, Steve Swallow, und Rabih Abu Khalil im Jazz Bereich.

In Brasilien: Guinga, Andre Mehmari, Sergio Assad, Monica Salmaso u.v.m.

In der klassischen Musik: John Cage, Mario Brunello, Andrea Lucchesini, Orchestra Filarmonica Marchigiana, Orchestra d’Archi italiana, Orchstra Bruno Maderna, Banda Sinfonica do Estado de Sao Paulo u.v.m.

Liedermacher/Theater/Tanz: Gianmaria Testa, Erri de Luca, Ivano Fossati, Sergio Cammariere, Marco Paolini u.v.m.- Bandleader des Ensembles „Canto de ebano“ (Kritikerpreis Arrigo Polillo , best album „Top Jazz 2008“) Gemeinsame Projekte von Wolfgang Netzer und Gabriele Mirabassi: „HUJ“ (Bartok Projekt) und „ASA“ (mit Ranajit Sengupta)


Wolfgang Netzer – In Between

WolfgangNetzer

„In Between“: Konzertprogramm Musik-Poetik in ihrer reinsten Form

„In Between“ heißt das Soloprogramm von Wolfang Netzer, mit dem er sein Publikum für zwei Stunden mitnimmt auf eine emotionale Reise. Mit einer sieben- und einer 12-saitigen Gitarre sowie einer türkischen Laute („La Ud“) führt Netzer musikalisch nicht nur um die Welt in ferne Länder, die er so erlebbar macht. Er manövriert seine Gäste außerdem durch Gefühlslagen; aber auch in die Musiktheorie. Alles gleichzeitig und überaus genial.

Auf den ersten Blick ist es der Filmmusik-Komponist, der hier wirkt: Wie kaum ein anderer vermag es Wolfgang Netzer, der Dokumentarfilme wie „Jane’s Journey“(Leben und Wirken der Dr. Jane Goodall), „Die Donau“, „die Geschichte Bayerns“, „Jesus und die verschwundenen Frauen“ oder die Titelmelodie zu Michael Moores „Fahrenheit 9/11“ vertonte, Landschaften, Städte und deren Menschen zu zeichnen. Er malt mit Klängen und Tönen, lässt förmlich in den Köpfen seiner Zuschauer Filme ablaufen und nicht selten ist der Konzertbesucher überrascht, welch unendlicher Reichtum an Bildern im eigenen Kopf steckt.

Netzer reiste nicht nur nach Budapest, Istanbul, Kairo, Tunis, Kalkutta, Mumbai und Rio, sondern lebte über längere Zeiträume dort, fand musikalische Freunde, mit denen er zusammen spielte, Musik erlebte und natürlich auch außergewöhnliche Musikprojekte in CD-Form realisierte. Er begibt sich mit Haut und Haar in die Musiken dieser Welt hinein und erspürt sie – ohne dabei die eigene musikalische Prägung zu vergessen. So lässt sich der Erfolg von BavaRio erklären. Die 5- köpfige Formation um Netzer spielte eine grandiose Kombination von lateinamerikanischer und alpenländischer Musik, die zu einem vollkommen neuen Stil verschmolzen. Und zwar lange bevor andere Ensembles auf diesen Zug aufsprangen. Netzer gilt in Musikkreisen als Vordenker und Wegbereiter.

Wenn Netzer dem Publikum erklärt, dass „Asa“ 8 1/2- Pulse zu Grunde liegen oder dass „six and a quarter“ in einem ebensolchen Takt zu spielen ist, er aber der Einfachheit halber im Stile eines Zwifachen zähle, dann zeugt das einerseits von einer fundierten musikwissenschaftlichen Auseinandersetzung, die der Vollblutmusiker auch Laien verständlich machen kann. Andererseits
zeugt sie über das große Erstaunen, das der Künstler selbst immer noch über die machtvolle Sprache der Musik empfindet. Sie rührt die Seele und ist über alle Grenzen hinweg zu verstehen.

Mit „In Between“ agiert Wolfgang Netzer zwischen westlicher, mitunter bayrischer Musik und Weltmusik. Zwischen emotionalem Spiel und analytischer Musiktheorie. Zwischen bildhafter und akustischer Kunst. Sein Soloprogramm ist Musik-Poetik in ihrer reinsten Form. Es gewährt Konzertbesuchern Einblick in die Wahrnehmung, in das Fühlen und Denken eines kongenialen Künstlers.